Belichtung

Belichtung / Local Adjustment / Helligkeit / Kontrast / Sättigung

Im Capture One-Werkzeug für die Belichtung können Sie Belichtung, Kontrast, Helligkeit und Sättigung einstellen.

Video-Lernprogramm - Belichtung

Peter Eastway führt vor, wie Sie Belichtung und HDR (Hochkontrast) optimal anpassen, um ein optimales Ergebnis aus RAW-Dateien herauszuholen.

Regulieren der Belichtung

  1.  Klicken Sie auf das Symbol Belichtungswarnung, um Bereiche eines Bilds zu markieren, die möglicherweise überbelichtet sind.
    Alle Bereiche, die eventuell überbelichtet sind, werden rot ausgefüllt (Standardeinstellung).
  2. Unter Lokale Einstellungen können Sie die Belichtung ändern, wenn bestimmte Bereiche eines Bilds überbelichtet sind.
  3. Das HDR-Werkzeug hilft Ihnen dabei, verlorene Details in Spitzlicht- und Schattenbereichen wiederherzustellen.
    Die Schieberegler Spitzlicht und Schatten beeinflussen auch alle Farben und Farbnuancen.
    Versuchen Sie zunächst, die in den Spitzlichtern verborgenen Informationen (Pixel) vorsichtig wiederherzustellen, und passen Sie dann allmählich die Schattentöne an.
    Das Werkzeug für die Belichtung hat auch Einfluss auf die Darstellung von Farben.

Tipp: Die Belichtung wirkt sich auch auf die Farbdarstellung aus. Wenn Sie also Farben verstärken möchten, verschieben Sie die Sättigungsregler möglichst (im Werkzeug für die Belichtung) um nicht mehr als 25 bis 30 %, um Farbtöne nicht zu übersättigen. 

Belichtung
Dieser Schieberegler ist so eingestellt, dass er einen Bereich von +/- 2,5 Blendenstufen bietet. Er stellt die Belichtung in sehr ähnlicher Weise ein, wie Sie es mit den Bedienelementen der Kamera tun.

Kontrast
Wenn Sie den Regler nach rechts bewegen, erhöht sich der Gesamtkontrast des Bilds. Bewegen Sie ihn nach links, nimmt der Kontrast ab.

Helligkeit
Bietet ein Werkzeug, mit dem vor allem die Mitteltöne des Bilds aufgehellt werden. Wenn Sie den Schieberegler nach links bewegen, erhöht sich der Kontrast der Mitteltöne. Bewegen Sie ihn nach rechts, werden Schattenbereiche aufgehellt und der Kontrast verringert.

Sättigung
Erhöht oder verringert die Sättigung des Bilds. Bei maximaler Verringerung der Sättigung wird das Bild letztlich Schwarz/Weiß. Damit wiederum ändert sich auch das Histogramm von RGB nach monochrom, obwohl das Bild weiterhin im RGB-Farbraum bleibt (ausgewählter Ausgabefarbraum). Dieses Werkzeug ändert nicht einfach nur die normalen Sättigungswerte – es tut dies auf intelligente Weise.

Die positiven Werte (Regler nach rechts) sind mit dem vergleichbar, was in Softwareprodukten von Drittanbietern als Vibrance (Lebendigkeit, Lebhaftigkeit oder Brillanz) bezeichnet wird. Vibrance geht vorsichtiger mit den Hauttönen um und kann zum Beispiel einen blauen Himmel vertiefen, ohne die übrigen Bildbereiche zu übersättigen. Die negative Werte stellen herkömmliche Sättigungseinstellungen dar.

Tonwerte und Gradationskurven
Mit dem Werkzeug zur Tonwertkorrektur steuern Sie die Gesamtverteilung der Tonwerte in einem Bild. Das Werkzeug Gradationskurve gibt Ihnen hingegen die Möglichkeit, die Tonwertzuordnung innerhalb der mit dem Werkzeug Tonwertkorrektur festgelegten Grenzen für die Schatten- und Spitzlichtwerte so zu ändern, dass sich das von Ihnen gewünschte Aussehen ergibt.

So passen Sie die Belichtung an

  1. Wechseln Sie zum Werkzeugregister Belichtung.
  2. Im Werkzeug für die Belichtung können Sie mit dem Belichtungsregler die Belichtung erhöhen oder verringern.

So passen Sie HDR-Bilder an

  1. Wechseln Sie zum Werkzeugregister Belichtung.
  2. Im Werkzeug HDR können Sie mit dem Schieberegler für Schatten die dunklen Bereiche und mit dem Schieberegler für Spitzlicht die hellen und überbelichteten Bereiche anpassen.
  3. Die Schaltfläche Automatisch anpassen liefert einen guten Ausgangspunkt.

Anpassen von Eingangstonwerten Pro

  1. Wechseln Sie zum Werkzeugregister Belichtung.
  2. Verwenden Sie im Werkzeug für die Belichtung die Funktion Auto, oder verschieben Sie die Punkte für dunkel/mittel/hell.
  3. Bei Bedarf lassen sich einzelne Farben sowie R-, G- und B-Kanal separat anpassen.
    Bei Bedarf lassen sich einzelne Farben sowie R-, G- und B-Kanal separat anpassen.

Anpassen von Eingangstonwerten mit Schatten- und Spitzwertauswahl Pro

  1. Wechseln Sie zum Werkzeugregister Belichtung.
  2. Im Werkzeug Tonwertkorrektur können Sie Anpassungen durch Verschieben der Punkte für dunkel/hell vornehmen.
  3. Bei Bedarf lassen sich einzelne Farben sowie R-, G- und B-Kanal separat anpassen.

So passen Sie Ausgabetonwerte an Pro

  1. Wechseln Sie zum Werkzeugregister Belichtung.
  2. Im Werkzeug Tonwertkorrektur können Sie Anpassungen durch Verschieben der Punkte für dunkel/hell vornehmen.
  3. Bei Bedarf lassen sich einzelne Farben sowie R-, G- und B-Kanal separat anpassen.

So passen Sie Gradationskurven an Pro

  1. Wechseln Sie zum Werkzeugregister Belichtung.
  2. Im Werkzeug Tonwertkorrektur können Sie Anpassungen vornehmen, indem Sie Punkte setzen und dann an diesen die Kurvenlinie verschieben.
  3. Die Tonwertpunkte setzen Sie mit dem zugehörigen Auswahlwerkzeug.
  4. Die Voreinstellungen unter Voreinstellungen verwalten stellen einen guten Ausgangspunkt dar.

Anpassen dunstiger Bilder - Anpassen des Mikrokontrasts

  1. Wechseln Sie zum Werkzeugregister Belichtung.
  2. Im Werkzeug Klarheit passen Sie mit dem Schieberegler den Mikrokontrast an.
  3. Positive Werte auf dem Schieberegler bedeuten einen höheren Kontrast, während negative Werte einen niedrigeren Kontrast bedeuten.

Weitere Informationen

Die Auswahlwerkzeuge für den Schwarz- und Weißpunkt sollten vor allem bei Studiobildern, die unter kontrollierten Bedingungen aufgenommen wurden und in Verbindung mit einer hochwertigen Farbkarte verwendet werden. Mit diesen Werkzeugen können Sie den Schwarz- und Weißpunkt eines Bilds präzise festlegen.

Benutzerdefinierte Zieltonwerte (Ausgabetonwerte)
Benutzerdefinierte Zieltonwerte stellen eine Erweiterung der Funktionalität des Werkzeugs Tonwertkorrektur dar. Sie ermöglichen es, die Ausgabewerte zu steuern und den Bildkontrast zu verringern. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn ein Bild Daten im Spitzlichtbereich aufweist, die unter Umständen beschnitten werden könnten. Sie legen den gewünschten Zieltonwert fest und wählen anschließend mit dem Auswahlwerkzeug den Bildbereich aus, der die entsprechende Helligkeit aufweisen soll.

Bei herkömmlichen, pixelbasierten Bildbearbeitungswerkzeugen werden Regler für die Ausgabetonwerte dafür verwendet, um den Tonwertbereich eines Bilds so zu komprimieren, dass er in einen kleineren Raum passt - beispielsweise wird Spitzlichtern der Tonwert 245 statt 255 zugewiesen). Dies verhindert zwar die Beschneidung von Tonwerten, führt jedoch zum Abreißen der Histogrammkurve, was beim erneuten Öffnen des Bilds einen harten Übergang zwischen Bereichen mit und ohne Daten mit sich bringt.

Das Werkzeug Zieltonwerte in Capture One weist hingegen die Tonwerte neu zu, wodurch harte Übergänge im Spitzlichtbereich vermieden und angenehme, natürlicher wirkende Bilder erzielt werden.

In den Voreinstellungen können Sie diese Werte für jedes Bild unter Zieltonwerte festlegen.

Es gibt bestimmte klassische Kurven, die in Bildbearbeitungsanwendungen verwendet werden, um spezielle Ergebnisse zu erzielen. Am bekanntesten ist die S-Kurve, mit der sich der Kontrast eines Bilds erhöhen lässt.
Bei der S-Kurve wird die Kontraststeigerung durch Absenken der Schattenwerte (meist im Bereich der Viertelmarke) und Erhöhen der Werte im Bereich der Dreiviertelmarke erzielt.

 Fortgeschrittene Benutzer können das Werkzeug Tonwertpunkt auswählen (p) verwenden, um einen bestimmten Tonwertbereich innerhalb eines Bilds auszuwählen. Für diesen Wert wird auf der Kurve eine Markierung eingefügt, die es ermöglicht, die Tonwerte für den entsprechenden Teil des Bilds anzupassen.