Belichtung

Belichtung / Local Adjustment / Helligkeit / Kontrast / Sättigung

Auf der Capture One-Werkzeugregisterkarte für die Belichtung können Sie Belichtung, Kontrast, Helligkeit, Sättigung, Tonwerte und Klarheit einstellen.

Regulieren der Belichtung

  1. Klicken Sie auf das Symbol Belichtungswarnung (siehe Kreis oder Ansicht>Belichtungswarnung anzeigen), um Bereiche eines Bilds zu markieren, die möglicherweise überbelichtet sind.
    Alle Bereiche, die eventuell überbelichtet sind, werden rot ausgefüllt (Standardeinstellung). (Informationen zumÄndern der Einstellungen von Belichtungswarnungen).
  2. Das HDR-Werkzeug hilft Ihnen dabei, verlorene Details in Spitzlicht- und Schattenbereichen wiederherzustellen.
    Die Schieberegler Spitzlicht und Schatten beeinflussen auch alle Farben und Farbnuancen.
    Versuchen Sie zunächst, die in den Spitzlichtern verborgenen Informationen (Pixel) vorsichtig wiederherzustellen, und passen Sie dann allmählich die Schattentöne an. Die Belichtung wirkt sich auch auf die Farbdarstellung aus.
  3. Unter Lokale Anpassungen können Sie die Belichtung ändern, wenn bestimmte Bereiche eines Bilds überbelichtet sind

Tipp: Die Belichtung wirkt sich auch auf die Farbdarstellung aus. Farbtöne wirken oft überbelichtet. Dies lässt sich durch den Schieberegler Belichtung allerdings korrigieren.

Press the Exposure Warning icon (see circled) to highlight areas of an image that may be overexpose

Anpassen der Belichtung

  1. Wechseln Sie auf der Werkzeugregisterkarte Belichtung zum Werkzeug „Belichtung“.
  2. Erhöhen oder Verringern Sie den Wert mit dem Belichtungsregler.

Hinweis: Dieser Schieberegler ist so eingestellt, dass er einen Bereich von +/- 4 Blendenstufen bietet. Er stellt die Belichtung in sehr ähnlicher Weise ein, wie Sie es mit den Bedienelementen der Kamera tun.

Anpassen von Kontrast, Helligkeit und Sättigung

  1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Belichtung.
  2. Passen Sie im Werkzeug den Schieberegler Kontrast nach rechts an, um den Kontrast für das gesamte Bild zu erhöhen. Bewegen Sie ihn nach links, um den Kontrast zu verringern.
  3. Das Werkzeug „Belichtung“ beinhaltet einen Schieberegler für die Helligkeit, der sich hauptsächlich auf die Mitteltöne eines Bildes auswirkt. Wenn Sie den Schieberegler nach links bewegen, erhöht sich der Kontrast der Mitteltöne. Bewegen Sie ihn nach rechts, werden Schattenbereiche aufgehellt und der Kontrast verringert.
  4. Passen Sie den Schieberegler Sättigung an, um die Bildsättigung zu erhöhen oder zu verringern .

Anpassen von HDR-Bildern

  1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Belichtung.
  2. Im Werkzeug HDR können Sie mit dem Schieberegler für Schatten die dunklen Bereiche und mit dem Schieberegler für Spitzlicht die hellen und überbelichteten Bereiche anpassen.
  3. Die Schaltfläche „Automatisch anpassen“ (A) liefert einen guten Ausgangspunkt. (Klicken Sie auf das Symbol A).

Anpassen von Eingangstonwerten Pro

  1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Belichtung.
  2. Verwenden Sie im Werkzeug für Tonwerte die Funktion Auto (A), oder verschieben Sie die Punkte für dunkel/mittel/hell.
  3. Klicken Sie bei Bedarf auf Rot, Grün oder Blau, um auf separate R-, G- und B-Kanäle zuzugreifen und diese anzupassen.

Anpassen von Eingangstonwerten mit Schatten- und Spitzwertauswahl Pro

  1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Belichtung.
  2. Wählen Sie im Werkzeug Tonwerte die Schattenauswahl aus (siehe orangefarbene Markierung), und klicken Sie im Viewer auf einen dunklen Bildbereich.
  3. Wählen Sie die Spitzlichtauswahl aus, und klicken Sie im Viewer auf einen hellen Bildbereich.
  4. Verwenden Sie im Werkzeug für Tonwerte die Funktion Auto (A), oder verschieben Sie die Punkte für dunkel/mittel/hell.
  5. Klicken Sie bei Bedarf auf Rot, Grün oder Blau, um auf separate R-, G- und B-Kanäle zuzugreifen und diese anzupassen.

Anpassen von Gradationskurven Pro

  1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Belichtung.
  2. Klicken Sie im Werkzeug Gradationskurve auf eine diagonale Linie, um einige Punkte festzulegen, und ziehen Sie dann die Kurvenlinie.
  3. Sie können auch Punkte hinzufügen, indem Sie das Auswahlwerkzeug für Tonwerte auswählen und auf verschiedene Bereiche des Bildes im Viewer klicken.

Tipp: Klicken Sie auf das Symbol Voreinstellungen verwalten, und verwenden Sie eine integrierte Voreinstellung als Ausgangspunkt.

Erhalten Sie Informationen zu erweiterten Verfahren mit dem Werkzeug für Gradationskurven.

Hinweis: Mit dem Werkzeug für Tonwerte steuern Sie die Gesamtverteilung der Tonwerte in einem Bild. Das Werkzeug „Gradationskurve“ bietet Benutzern die Möglichkeit, den Bereich innerhalb der Schatten- und Spitzlichtgrenzen neu zuzuordnen, die mit dem Werkzeug „Tonwerte“ festgelegt wurden.

Anpassen der Ankerpunkte des Werkzeugs für Gradationskurven Pro

Das neue Werkzeug für Gradationskurven in Capture One 8 verfügt zusätzlich über bewegliche Ankerpunkte in der rechten oberen und linken unteren Ecke der Diagonale. Die neuen Ankerpunkte ermöglichen das Ändern der dunkelsten und hellsten Werte im Farbtonbereich.

1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Belichtung.
2. Positionieren Sie den Cursor im Werkzeug für Gradationskurven auf einem der Ankerpunkte. Eine Führungslinie hilft Ihnen bei der Positionierung.
4. Klicken Sie und halten Sie den Ankerpunkt und ziehen Sie ihn zur gewünschten Position. Zum Beispiel, um den Farbtonbereich neu festzulegen, bewegen Sie die Ankerpunkte horizontal bis die Führungslinien gerade den Rand des Histogramms berühren.

Bitte beachten Sie, dass es nicht notwendig sein könnte, die neuen Ankerpunkte anzupassen, wenn die Punkte für schwarz und weiß bereits mit dem Werkzeug für Tonwerte angepasst wurden.

Weitere Informationen

Das Anpassungswerkzeug für die Gradationskurve ist eines der entscheidendsten Werkzeuge von Capture One. Es wird genutzt, um den Farbtonbereich der ursprünglichen Bildwerte (repräsentiert durch die horizontale Achse) an die neuen, geänderten Werte (repräsentiert durch die vertikale Achse des Graphen) anzupassen. Die Bereiche unten links und oben rechts des Graphen kennzeichnen die Tiefen und Lichter des Bildes und der Bereich in der Mitte repräsentiert die mittleren Farbtöne. Das Hinzufügen von Kontrollpunkten an der Diagonalen und die Änderung der Form führt zu Kontrast- und Belichtungseinstellungen durch das Strecken oder die Komprimierung der Farbtöne im Bild.

Anpassung der Klarheit

Das Werkzeug „Klarheit“ bietet nun eine neue Methode „Natürlich“ für mildere lokale Kontraste als die bestehenden Optionen „Intensiv“ oder „Neutral“ und verhindert falsche Farben und abgeschnittene Lichter. Die Option „Klassisch“ aus Capture One 6 wurde auch erneuert und bietet einen Effekt zwischen den Optionen „Intensiv“ und „Neutral“. Positive Werte mit der Einstellung „Klassisch“ eignen sich sehr gut für Architektur und Bilder mit einem gewissen Dunstschleier. Geringe negative Werte können als Weichmacher für Portraits genutzt werden, besonders mit den Einstellungen „Klassisch“ und „Natürlich“. Das Werkzeug Klarheit kann auch als eine Lokale Anpassung angewandt werden.


Anpassung der Klarheit

1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Belichtung.
2. Wählen im Werkzeug „Klarheit“ eine der Optionen Natürlich, Intensiv, Neutral oder Klassisch aus dem Dropdown-Menü „Methode“ und konfigurieren Sie den Schieberegler Klarheit gemäß Ihren Anforderungen.
3. Positive Werte erhöhen den Kontrast der mittleren Farbtöne während negative Werte diesen reduzieren und eine weichere Optik ermöglichen.
4. Der Schieberegler „Struktur“ ist unabhängig und verstärkt die Textur bei positiven Werten. Das Verschieben des Schiebereglers nach links in den negativen Bereich hat einen gemäßigteren weichen Effekt als der Schieberegler „Klarheit“.
 
Tipp: Zoomen Sie das Bild auf 100 % im Viewer oder dem Fenster „Fokus“, um die richtige Methode und Struktur unter Klarheit auswählen zu können.

Hinweis: Der Effekt des Werkzeugs „Klarheit“ hängt vom Bild ab, auf das es angewandt wird. Der Schieberegler (Wert) „Struktur“ hat einen besonders starken Effekt auf Bilder mit komplexen Strukturen wie einen Baum, dessen Äste hervorstehen und betont werden.

Adjust clarity with this tool

Vignettierung

Vignettierung ist eine kontrollierte Belichtungsanpassung, welche die Ecken und Kanten eines Bildes wahlweise abdunkelt oder aufgehellt. Bei einem höheren EV-Wert werden die Ecken und Kanten aufgehellt, bei einem niedrigeren Wert abgedunkelt.

  1. Wechseln Sie zur Werkzeugregisterkarte Objektive, und wählen Sie das Werkzeug Vignettierung aus.
  2. Wählen Sie ein Bild im Browser und anschließend die gewünschte Option im Dropdown-Menü Methode aus.
  3. Ziehen Sie den Schieberegler für die Stärke nach rechts, um die Kanten und Ecken eines Bildes aufzuhellen, oder nach links, um sie dunkler zu gestalten.  

Hinweis: Die Vignettierung wird auch durch jeden Farbton beeinflusst, den Sie einem Bild hinzufügen, z. B. durch die Stile „Sepia“ und „Blau“.

Sättigung

Bei maximaler Verringerung der Sättigung wird das Bild letztlich Schwarz/Weiß. Damit wiederum ändert sich auch das Histogramm von RGB nach monochrom, obwohl das Bild weiterhin im RGB-Farbraum bleibt (ausgewählter Ausgabefarbraum). Dieses Werkzeug ändert nicht einfach nur die normalen Sättigungswerte – es tut dies auf intelligente Weise. Die positiven Werte (Regler nach rechts) sind mit dem vergleichbar, was in Softwareprodukten von Drittanbietern als „Vibrance“ (Lebendigkeit, Lebhaftigkeit oder Brillanz) bezeichnet wird. „Vibrance“ geht vorsichtiger mit den Hauttönen um und kann zum Beispiel einen blauen Himmel vertiefen, ohne die übrigen Bildbereiche zu übersättigen. Die negative Werte stellen herkömmliche Sättigungseinstellungen dar.